Australien (25)

UNTERWEGS MIT MONDGESICHTERN

Es war ein wunderschöner Sonnentag- sieht man von meiner Lästerlichkeit einmal ab, die aber auch irgendwie und irgendwo auch ein Fünkchen Ironie in das Leben streut-. Und wie die Sonne am Tage hat uns der volle Mond die ganze Nacht begleitet, er ist mit uns gereist, hat uns viel Neues gezeigt, auch viel in seinem Schatten verborgen, was wir uns nur in der Phantasie ausmalen konnten, viel erzählt und viel verschwiegen.
Es war eine hellwache Nacht, die uns nur kurz immer wieder in somnambulen Tiefschlaf versenkt hat. Der Mond hielt uns wach mit seinen Tänzen von Front zu Heck in den gerahmten Bildern der Seitenfenster. Einmal schwang er sich kühn in die Seitenfenster hinein und nach einigen eleganten Wellen wieder hinaus. Dann hüpfte er bei schlechter Wegstrecke von hinten in vielen Sprüngen wieder nach vorne , Dann strahlte er lange ganz ruhig am Firmament auf ein ebenes Wiesenland, auf dem die Konturen eine liegenden Herde schwach zu erkennen waren, oder ahnte man es nur, spintisierte?
Es war Vollmond, da singen die Geister , umso wacher die Phantasie!
Es sprudeln die Geschichten von Elfen und liebenswerten Räubern und entführten Bräuten. Und umso heißer die Bilder, umso schacher die Schatten, umso geheimnisvoller das kühle Mondlicht!