Australien (9)

Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum
Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum
Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum
Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum
Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum
Reise 2007 - Melbourne-Kunst und Mäzenatentum

MELBOURNE-KUNST UND MÄZENATENTUM

Immer wieder kommt mir ein Gedanke in den Sinn, den ich gar nicht aussprechen darf, ohne gescholten zu werden: Der Sozialismus der Masse zerstört Kunst und Kultur. Über das Politisch-Soziale will ich mich gar nicht weiter ausbreiten. Der Beuys`sche Ausspruch: „ Jeder Mensch ist ein Künstler „ ist grundsätzlich missverstanden worden , auch , weil er falsch formuliert war. Goethe sagte:“ Edel sei der Mensch“ –nicht , dass er es ist. Und so ist Beuys zu verstehen. Jeder Mensch könnte ein Künstler sein, wenn..... und da beginnt die Kalamität, denn mit dem Anspruch, Künstler sein zu können, beginnt das Anmaßungsurteil der Masse, die Alles abschmettert, was sie nicht versteht, und selbstverständlich für mehr Cheese-Burger plädieren wird als für eine von ihr unverstandene Kunst. Kunst kann nicht abhängig gemacht werden vom Massenvotum . Kunstverstand braucht sehr viel Bildung des Einzelnen.
Für das Kunstschaffen interessiert sich nur ein kleiner kulturell gebildeter Kreis, der sich für Kunst über den Kulturtourismus, der von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit jettet, oder für Alte Meiser schwärmt, oder Klassik zum Frühstück und open-air-Klassik mit Picknickkorb liebt, hinaus Liebhaber für Kunstgegenstände ist .Kunst schaffen nur wenige!
Der Kunstbetrieb wird von einem engen Kreis Kunstinteressierter , die über das notwendige Geld verfügen, aufrecherhalten- ein überschaubarer Kreis. Wenn eine Gesellschaft das Erlangen von Reichtümern verhindert, wird der Kunstbetrieb erlahmen, und es wird keine Kunst gekauft und es wird nur noch wenige Kunst geschaffen.
Der ganze, oder doch die größte Anzahl der Ausstellungsstücke im Nationalmuseum sind von privaten Kunstliebhabern gestiftet, sind ursprünglich Teil einer Privatsammlung von Kunstbegeisterten , die das Geld hatten , eine Sammlung zusammenzukaufen, gewesen. Kunst interessiert immer nur den Einzelnen, und Kunst schafft nur der Einzelne, von Ausnahmen der Projektgruppenarbeit abgesehen. Es sind immer einzelne Personen, die den Kreis schließen. Kann ein Einzelner keinen Reichtum erwerben, wird es keine Sammlungen geben und letztlich keine Museen, hier sogar staatliches Museum.
Man muss natürlich in Kauf nehmen, dass wenige, die zu Reichtum gekommen sind, sich für die Kunst begeistern und Sammlungen anlegen werden. Aber ohne den einzelnen Reichen gäbe es gar keine Kunst.

>Australien-Melbourne- Aborigines

In der Aborigines- Ausstellung im Melbourner Museum ist mit großem Ernst und Ehrlichkeit versucht worden, die Ursprünge und die Einflüsse aus die Kultur des Pazifiks aufzudecken.
Überraschenderweise hängt inmitten von Werken der Aborigines ein großes Portrait Photo von Papst Paul II mit dem erläuternden Hinweis dass ein Großteil der Bevölkerung schon Anfang des 20.Jahrhunderts den christlichen Glauben angenommen hat und dieser Glaube vermischt mit mythischen Vorstellungen ihrer überkommenen Welt die Zeichensprache ihrer Bilder mitbestimmt hat. So wird Vieles zu erklären sein, was über die bekannten magischen Zeichenfiguren der Götter- und Tierwelt , wie wir sie auch aus Lascaux kennen , hinausgeht.
Dennoch ist der Weg zur Kunst, zur internationalen Gegenwart sehr weit und das Hochstilisieren ihrer Bilder , auch wenn sie abstrakt erscheinen und formale Ähnlichkeiten mit neuzeitlichen .. Kunstströmungen aufzeigen, unverantwortlich. Was als Aborigines –Kunst gezeigt wird, z.B . in den Museen in Canberra und Sydney ist nur ein Abklatsch in Acryl in Anlehnung an die Formwelt echter Aborigines- Bilder. Man sollte dieser Verhunzung der Aborigines.Originalität vehement entgegentreten,---- auch wenn es das Geschäft einiger Halunken verdirbt.